Wang Hailin, geboren 1988 in Ningbo, China, ist eine hoch angesehene Landschaftsmalerin.

Landschaftsmalerei zählt neben der Historien-, Porträt-, Stilleben- und Genremalerei zu den fünf klassischen Gattungen der neuzeitlichen westlichen Malerei. Aus der Antike sind Landschaftsmalereien vor allem im Medium der Wandmalerei überliefert. Im Mittelalter wird der illusionäre landschaftliche Tiefenraum entdeckt. Im 18. Jahrhundert avanciert das Erhabene neben dem Schönen zur zentralen Kategorie. Im 19. Jahrhundert setzt sich in der Malerei der subjektive Blick auf die Natur durch. William Turner, John Constable und die Impressionisten verstehen die Landschaftsmalerei als wissenschaftlich-experimentelle Erforschung übernatürlicher Natur- und Wahrnehmungsprozesse. Die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts gehen in die Abstraktion. In Gerhard Richters Werk, in dem seit 1963 Landschaften entstehen und lange Zeit dominieren, erscheinen sie und die Abstraktion nicht als Gegensätze, sondern als verwandte Konzepte von Wirklichkeitsaneignung.

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